Inspiration – George Benson – Vinyl – Review

20130628-074637.jpgJetzt ist sie da: Die Vinylausgabe des Tribute-Albums von George Benson: „Inspiration“.
Auf diesem Album verneigt sich Benson vor einem seiner großen musikalischen Idole: Vor Nat King Cole. Cole, 1965 in Santa Monica gestorben, war sowohl ein Jazzer als auch Filmstar. Bekannt geworden ist er seinerzeit mit heutigen Evergreens, die auf jede schickere Cocktail-Party gehören, wie auch in jeden romantisch verklärten Hollywood-Filmschinken. „Unforgettable“, „Route 66“ oder „Smile“ interpretiert von Nat King Cole genießt man am besten mit einer Zigarre und einem Whiskey in Händen. Cole trat als Schauspieler in Klassikern wie Cat Ballou und Citizen Cane auf. Er war ausserdem der erste schwarze männliche Musiker, der ab 1956 eine eigene Fernsehshow in den USA hatte.

Bei soviel Vielfältigkeit und Erfolg kann man schon mal zum Idol werden – auch von selbst bekannten und erfolgreichen Musikern wie George Benson. Er selbst spielte mit vielen Jazzgrößen der 60er Jahre zusammen. Allen voran: Miles Davis beim Album „Miles in the Sky“.

Soundcheck

Bereits mit acht Jahren sang er in Nachtclubs seine ersten Songs in Anlehnung an Nat King Cole – auf dem Album findet sich als Intro eine Version von „Mona Lisa“. Gleich im Anschluß geht es los mit dem größten Big Band Sound, den man sich vorstellen kann. „Just one of those things“ swingt los und fliegt über das 60er Jahre Las Vegas. In diesem Track hört man überigens eine Spezialität von George Benson: Den Unisono-Scat – also die Begleitung der instrumentalen Melodie mit der Stimme.

Im krassen Bruch dazu interpretiert Benson „Unforgettable“ in seinem leichten Pop-Stil, gefolgt von „Walkin‘ My Baby“ und „When I Fall in Love“. Dann kracht es wieder mit „Route 66“. Bei dem Track kickt es immer ein wenig mehr – und bei dieser Version ist es nicht anders.

Träumen? Gern. Mit „Nature Boy“ erreichte Cole 1948 internationalen Erfolg. Das ist auch kein Wunder bei der dahinschmelzenden Nummer mit dem Kernsatz „The greatetst thing you’ll ever learn, is just to love and be loved in return“. Auch hier kommt eine Benson-Spezialität rein: Sein ungeheuer einfühlsames Gitarrenspiel auf seiner eigens mit Ibanez entwickelten Vollresonanzgitarre.

Nach „Ballerina Dance“ folgt die ursprünglich von Charlie Chaplin stammende Komposition „Smile“. Also – das Stück begeistert. Nicht nur, dass es in der Anlage bereits berührend ist, Benson bringt es mit der passenden Fröhlichkeit rüber. Ich glaub‘ ihm richtig, wenn er sagt: „Weinen macht keinen Sinn“. Macht et ja auch nicht 😉 In diesem Stück wird Benson von dem deutschen Till Brönner mit der Trompete unterstützt.

Die R’n’B-Sängerin Judtih Hill begleitet ihn im Duett „Too Young“.

Vinyl-check

Die Platte ist so produziert, wie man es von einer Benson-Platte gewohnt ist. Die Scheibe zeichnet sich nicht durch große Dynamik aus, sie lehnt sich im Stil eher an Pop-Produktionen der 80er an. Interessant ist das im Vergleich zu den ursprünglichen Veröffentlichungen Coles. Alles wirkt wie renoviert. Alte kratzige Mono-Aufnahmen werden durch das Tribute-Album sauber gewaschen. Das macht die Musik „originaler“ – es geht aber leider auch ein wenig Charme des Alten verloren.

20130628-074646.jpgDas Vinyl selber ist tadellos verarbeitet. Keine Höhenschläge, astrein zentriert – dem Musikgenuss steht nichts im Wege. Viel Spaß bei der Zeitreise in die alte Welt.

01. Mona Lisa (Little Georgie Benson)
02. Just One Of Those Things
03. Unforgettable (feat. Wynton Marsalis)
04. Walkin’ My Baby
05. When I Fall In Love (feat. Idina Menzel)
06. Route 66
07. Nature Boy
08. Ballerina
09. Smile (feat. Till Brönner)
10. Straighten Up And Fly Right
11. Too Young (feat. Judith Hill)
12. I’m Gonna Sit Right Down And Write Myself A Letter
13. Mona Lisa

Inspiration – George Benson – Vinyl – Review

George Benson interpretiert die größten Hits von Nat King Cole neu

Eine schöne Reminiszenz an einen klassischen Crooner und ein Multitalent. George Benson poliert die alten Evergreens mit Routine auf.

Bewertet von Marcel: 3.5 Sterne deluxe
***1/2

K-OS – BLack on BLonde – Vinyl Limited Edition

BLack_on_blonde_k_os_vinyl_limited_editionZu diesem vielseitigen Hip-Hop Künstler aus Kanada bin ich vor ein paar Jahren gekommen, als ich mit Freunden in einem Auto auf dem Weg zu einem Konzert war. Jemand hat ein Tape reingeschoben und da erwachte die Begeisterung. Ein unwahrscheinlich vielseitiger Künstler, der Hip Hop immer wieder mit virtuoser Gitarrenmusik und verschiedenen anderen Stilen wie Reggae, Jazz und Rock verbindet. Ich finde es in der Retrospektive äußerst Begrüssenswert, dass er mit seinem Debutalbum nicht den Titel bewahrheitet hat, es hieß „Exit“ und der Titel war so gewählt, dass es auch sein letztes sein sollte. Die Musikwelt wäre wohl ein gutes Stück ärmer ohne diesen Ausnahmekünstler.

Soundcheck

Das neueste Werk ist in zwei Teile unterteilt, eine Black-Seite(Hip-Hop bzw. R’n’B lastig) und eine Blonde-Seite(rocklastig). In dem vorliegenden Album, vor allem der ersten Hälfte, ist für meinen Geschmack leider ein wenig sehr in Richtung poppigem Dancefloor Hip-Hop abgedriftet, hier befinden sich die Songs, die vermutlich ausgekoppelt werden und für den Cash-Flow verantwortlich sind. Die zweite Hälfte wird dann viel experimentierfreudiger und rockiger. Hier kommen wieder die frickeligen Elemente und ein deutlich gitarrenbetonter Sound, wie man ihn gewöhnt ist. Trotzdem ziemlich nach-vorne-gehend und sehr beweglich aber sicher hat dies nicht viel mit einer klassischen Black-Music Platte zu tun. Dies ist eher Hip Hop der einem von Leuten empfohlen wird, die sonst mit dem Genre nicht viel anfangen können, was hier als Kompliment zu verstehen ist.

Vinyl-check

Mir liegt hier die limitierte Version auf Vinyl vor, welche ein paar Besonderheiten aufweist: Zum einen ist es nur eine Platte die 10 Tracks und somit nur einen Ausschnitt der insgesamt 19 Titel der kompletten LP enthält. Zudem ist es eine hübsche Picture Disc die in Schwarz (BLack) und Honigfarben (BLonde) abwechselnd auf meinem Spieler ihre Runden dreht. Ungewöhnlich zu dem ist, dass sie ein normales Cover besitzt und nicht wie normale Picture Discs in einem einfachen Cover steckt, in dem man die Platte sieht. Hierbei handelt es sich wohl um eine nur für den europäischen Markt gefertigte Ausgabe. Glücklicherweise muss der Vinylbesitzer nicht auf die restlichen Titel verzichten. Diese befinden sich auf dem beiliegenden Download-Zettel. Insgesamt eine schöne Idee, die vermutlich eher den Schallplatten-Liebhabern als dem Kommerz geschuldet ist.

BLack on BLonde – K-OS – Vinyl – Limited Edition

Hip Hop und Rock – alles hat zwei Seiten

Das neueste Werk ist in zwei Teile unterteilt, eine Black-Seite(Hip-Hop bzw. R’n’B lastig) und eine Blonde-Seite(rocklastig). Das Album zeugt von der Vielseitigkeit der Kanadier.

Bewertet von Benjamin: 4.0 Sterne deluxe
****

The Doors – Live at the Bowl ’68 im Kino

The_Doors_Photocredit_WMG_Live_BowlEs passt zu so vielen Anlässen: Als Erinnerung an Ray Manzarek, den genialen Organist der Doors, der am 20. Mai 2013 verstarb oder an Jim Morrison, der in diesem Jahr 70 Jahre alt würde. Das natürlich nur, wenn er nicht bereits 1971 gestorben wäre. Einen Anlass braucht man aber auch wahrlich nicht, wenn man die Doors in Concert sehen will. Kam im letzten Jahr bereits zum ersten Mal der legendäre Live-Mitschnitt „Live at the Bowl ’68“  als Vinyl-Re-Issue und die DVD mit dem einzigen Konzertfilm der Doors zum ersten Mal komplett auf den Markt, so kommt die aufwendige Filmbearbeitung inklusive 5.1 Sourround-Sound in Deutsche Kinos (Fragt mich bloß nicht, wie die aus einer Stereospur ein Sourround-Erlebnis gemacht haben – für Puristen ist das weniger was).

Weil das Erlebnis „Einmal die Doors live erleben“ ohne das Mittel Technik nicht mehr zu bewerkstelligen ist, bietet sich auf der großen Leinwand nun die Möglichkeit, dem Live-Erlebnis wenigstens ein wenig näher zu kommen. Die eindrucksvolle karge und reduzierte Atmosphäre auf der Bühne beginnt mit – wat für’n Gegensatz – mit „When the Music’s Over“, nimmt u.a. die Klassiker „Alabama Song“, „Back Door Man“, „Five to One“, „Spanish Caravan“, „Light my fire“ mit und endet – weniger gegensätzlich – mit „The End“.

Der Film läuft in den UCI-Kinos parallel am 24. Juni um 20.00 Uhr in folgenden Städten:

  • Bad Oeynhausen
  • Berlin am Eastgate
  • Berlin Colosseum
  • Berlin Friedrichshain
  • Berlin-Gropius
  • Bochum
  • Cottbus
  • Dessau
  • Dresden
  • Duisburg
  • Düsseldorf
  • Flensburg
  • Gera
  • Hamburg Mundsburg
  • Hamburg Othmarschen
  • Hamburg Wandsbek
  • Kaiserslautern
  • Köln Hürth
  • Leipzig
  • Neuss
  • Paderborn
  • Potsdam
  • Wilhelmshaven

Mit „Get Lucky“ durch die Jahrzehnte mit PV NOVA

Der Franzose PV NOVA hat die Erfolgssingle „Get Lucky“ vom aktuellen Daft Punk-Album „Random Access Memories“  durch die Zeitmaschine  geschickt. Ich finde, er sollte den gesamten Track für jedes Jahrzehnt als Single rausbringen- oder gar als ganzes Album:

Evolution of  „Get Lucky“, Danke an schleckysilberstein.com

evolution get lucky daft punk