Schallplattenherstellung mit Schellack noch vor dem Vinyl

Matrize nach galvanischem Prozeß

Matrize nach galvanischem ProzeßHabt Ihr Euch auch schon mal gefragt, wie Schallplatten eigentlich hergestellt werden? Leider ist die Vinyl-Schallplatte nicht mehr so stark im öffentlichen Bewußtsein, so dass es dazu keine Erklärungsvideos von der Sendung mit der Maus mehr geben wird. Schade auch. Aber es gibt ja auch noch die gute alte Vergangenheit und YouTube. Hier bin ich letztens auf zwei Clips gestoßen, die die Produktion von Schellackplatten (den schnell drehenden Schallplatten der Vor- und frühen Nachkriegszeit) zeigt. Der Film stammt von der US-amerikanischen Schallplattenfirma RCA (Radio Corporation of America) aus den 40er Jahren.

Besonders toll finde ich, dass damals die Aufnahme direkt auf die Lackplatte aufgezeichnet wurde – nicht, wie später üblich, erst auf Tonband. Eine Abmischung musste damit schon direkt bei der Aufnahme gemacht werden. Der Tonmeister sieht auch eher so aus, als ob er eine Rakete starten denn eine Schallplatte produzieren würde.

Was sich nicht sonderlich geändert hat über die Zeit, ist der galvanische Prozess, mit dem von der direkten Aufnahme Stempel produziert werden, mit denen das Schellack zu einer Platte gepresst wird – nur heute ist es eben Vinyl.

Der Sprecher hört sich übrigens so an, als ob er normalerweise Football-Spiele kommentieren würde – deshalb ist die Schilderung auch recht spannend geworden.

Viel Vergnügen,

Euer Schallplattenchecker

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